Webbaukästen vs. Professionelles Webdesign

Hey Community.

Heute wollte ich mal ein Thema angehen, welches absolut spannend ist und da durch die Entwicklung der letzten Jahre wir gegenwärtig eine andere Situation vorfinden. Richtig – es geht um Webbaukästen (à la Jimbo, Wix, 1und1 etc.) und Falsch – ich verteufel diese Baukästen nicht per se, wie hier jetzt wohl jeder vermuten würde. 🙂

Wo stehen Webbaukästen heute – wer ist die Zielgruppe?

Grundsätzlich muss man fairerweise sagen, das fast alle Webbaukastensysteme im Funktionsumfang und in punkto Look-and-Feel deutlich nachgelegt haben und für manch einen, der etwas it-affin ist und einfach mal relativ zügig eine Website an den Start bringen möchte, würde ich diese Baukästen durchaus empfehlen. Für den Hobby-Webworker, der für seine Band, seinen Verein oder sonstigen Anlass, mal eben schnell eine aussagekräftige Anlaufstelle im Web erstellen möchte, dem würde ich diese Lösung ganz klar empfehlen. Ihr seht also. Grünes Licht von einem Web-Entwickler in Sachen Webbaukastensystem 🙂 – es muss einfach zu euch und eurem Projekt und euren Ansprüchen passen. Dann ist diese Entscheidung mega ok.

Man muss natürlich eines dabei immer im Hinterkopf behalten. Mit den Vorteilen und der Flexibilität einer professionellen Website hat das am Ende wenig zu tun.

In Sachen Unternehmenswebsite mit entsprechendem Fokus auf öffentlichkeitswirksamer Wahrnehmung, empfehle ich solche Baukästen grundsätzlich nicht. Das hat weniger damit zu tun, dass diese in Sachen Design und Optik weniger ansprechend sind, sondern viel mehr mit den vielen Nachteilen, die damit einhergehen, wenn man diese Entscheidung im Business-Bereich treffen möchte.

Nachteile eines Webbaukastens:

  • Ihr seid immer an den Baukasten-Betreiber gebunden.
  • Ihr könnt eure Website nicht mal einfach zu einem günstigeren Provider umziehen
  • Geht der Baukastenbetreiber vom Netz (insolvent etc.) – verschwindet auch eure Website im Off.
  • Besucher eurer Website könnten voreingenommen sein und sich Fragen stellen. (keine professionelle Website – keine professionelle Dienstleistung oder Produkte)
  • Gestalterisch und von Performance-Gesichtspunkten hinken solche Seiten den prof. Webseiten immer deutlich hinterher.
  • Die Seiten sind oft sehr schlecht mobil (auf Smartphones und Tablets) navigierbar (auch wenn hier etwas nachgebessert wurde)
  • Die Suchmaschinenoptimierung ist vom Funktionsumfang sehr dürftig und verschlechtert somit eurer Ranking.
  • Die Zeit die ihr selbst investiert um als Laie eine Website mit einem Baukasten an den Start zu bringen, ist die Zeit, die ihr für eure orginären Geschäftstätigkeiten verliert.

Das letzte Argument ist aus meiner Sicht das schwerwiegendste und hierzu gerade mal ein Gedankenspiel: Stellt euch mal vor ihr würdet in der Zeit, wo ihr die Website mit einem Baukastensystem (nach vermutlich Tagen) an den Start bringt, eurer eigentlichen Geschäftstätigkeit nachgehen und Geld in eurem Business erwirtschaften. Ja Mensch! 🙂 Dann habt ihr vermutlich schon fast das Budget zusammen, um jemand professionelles damit zu beauftragen, der euch eine Premium-Website auf den Leib schneidert. Somit seid ihr nicht nur alle vorgenannten Nachteile auf einen Schlag los sondern es entstehen euch nahezu keine Mehrkosten, wenn ihr euch direkt für eine professionelle Website entscheidet. 😉

Fazit:

Überlege Dir ganz genau, zu welchem Anlass Du eine Website benötigst und ob Du Dir in punkto Zeit, Außenwirkung (Reputation) und den o.g. Risiken eine Website mit einem Baukasten „leisten“ möchtest. Du siehst, dass die Kosten – mit Blick auf den vorangehenden letzten Absatz – eigentlich kein Argument dafür sondern eher gegen eine Baukastenlösung darstellen.

Wie denkst Du darüber? Hat Dir meine Sichtweise hierzu weitergeholfen? Vielleicht stehst Du ja gerade vor dieser Entscheidung. Wenn Du Fragen zu dem Thema hast. Schreib mir gerne.

Liebe Grüße und einen erfolgreichen Tag.

Frank

 

 

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